Sonntag, 7. Mai 2006

Erbsenprinz

Hätte ich ihm eine Erbse unters Schaffell gelegt, er hätte es gemerkt.

Ganz sicher.

Erbsenprinz

Mein schwarzer Daumen

Ich finde Rosmarin so lecker, dass ich mich damit einreiben könnte!

Bis vor einer Woche hatte ich zwei Töpfchen Rosmarin bei besten Rosmarin-Bedingungen in der Küche vorm Fenster stehen. Ich habe sie monatelang gehegt und gepflegt - alle drei Tage gegossen, mit ihnen gesprochen, sie gestreichelt und wenn ich mal ein Zweiglein abschneiden musste, habe ich mich auf telepatischem Wege bei ihnen entschuldigt. Dann wie auf Knopfdruck: Aus. Vorbei. Haben beide alle Blätter abgeworfen und mir was von der Vergänglichkeit allen Daseins auf Erden erzählt. Die Biester. Supermarkt-Kräuter sind eine Pest!

Letztes Jahr war ich sehr engagiert und habe haufenweise Küchenkräuter im Garten ausgesät. Ein paar jämmerliche Stengelchen schafften es auch kurz, aus der Erde rauszugucken. Dann kamen die Schnecken und haben alles nieder gemacht. Mistiges Viechzeuch!

Dieses Jahr noch ein Versuch. Habe Balkonkästen gekauft - die guten, mit Bewässerungssystem. In der Hoffnung, dass die Schnecken nicht bis auf den Balkon hoch kommen, habe ich mit Hingabe Kräutersamen ausgestreut. Und wenn ich doch eine erwische, mach ich sie platt. Ich bin stinksauer, und da kenn ich jetzt echt nix mehr.

Sibirischer Zauber

Novosibirsk, Omsk, Tomsk, Baikal, Yakutsk, Vladivostok, Ulan Bator.

Magische Namen! Allein der Klang verursacht mir Fernweh.

Freitag, 5. Mai 2006

Ich lieb Kassel auch

Frau K. hat eine Liebeserklärung an Kassel geschrieben. Da muss ich nachziehen. Denn es ist tatsächlich so: "Einmal Kassel immer Kassel".

Als ich vor elf Jahren nach Stuttgart zog, war das für mich riesig. Endlich raus aus der Provinz. Ich weiss, Stuttgart ist nicht der Brüller, aber damals schien mir alles über 200.000 Einwohner besser als Kassel. Ich habe mich bis heute nicht an die Schwaben gewöhnt, Stuttgart ist eine furchtbare Stadt, und auch wenn ich jetzt hier auf dem Land lebe und das tausendmal besser ist als Stuttgart selbst - ich habe Heimweh. Immernoch.

Ich höre immer wieder von Leuten - die Kassel nur kennen, weil sie mal mit dem ICE durchgefahren sind - Kassel sei ja so schrecklich häßlich. Ja, zugegeben, im Winter sind die Menschen zugeknöpft, und die Stadt ist grau und unfreundlich. Und es ist nicht zu übersehen, dass die Arbeitslosigkeit Kassel fest im Griff hat. Trotzdem: Kassel ist alles andere als häßlich. Und die Lebensqualität dort kann sehr hoch sein, wenn man einen Job hat.

Karlsaue, Bergpark, haufenweise Kunst, das Kulturzelt, ein sehr lauschiges Open-Air Kino im Sommer, Unterneustadt, das Staatstheater, die Wiese vor der Orangerie, Ahle Worscht, schöne Biergärten und Frühstückscafes - überhaupt viele nette Kneipen, wo man immer Bekannte treffen kann. Nächtliche Ausflüge auf den Herkules. Haufenweise altes Gemäuer, das ganze Romane erzählt. Wenn man mal weiter raus will, Edersee oder Sababurg. Man kommt wahnsinnig schnell von A nach B. Man kann mitten in der Stadt ruhig leben und ist ruckzuck draussen in den Kasseler Bergen. Sogar die Treppenstrasse mit ihrem 50er Jahre Wirtschaftswunder-Style finde ich großartig.



Mein Kassel :-))

Und wenn eine Stadt häßlich ist, dann ist das ja wohl immernoch Pirmasens!

Zu früh

Vier Uhr morgens. Ich bin wach.

Durst, kein Wasser da. Ich stehe auf, Wasser holen. Trinke, lege mich wieder hin.

Linke Seite, Augen zu. Ein Auto fährt vorbei, das Geräusch ärgert mich.

Ich drehe mich auf den Bauch. Versuche meinen Kopf schlaftauglich leer zu bekommen, aber statt in Schwerelosigkeit zu sinken sind meine Sinne hellwach und pisacken mich bis in die Zehenspitzen.

Es ist zu warm, die Lampe auf dem Gehweg nervt, jetzt fangen auch noch die Vögel mit ihrem Halleluja an.

Ich drehe mich auf die rechte Seite. Projekt Regenwald.

In meinem Kopf geht es zu wie in einer ostasiatischen Großstadt morgens um halb zehn.

Drehe mich auf den Rücken. Stehe auf. Koche mir einen Kaffee. Sitze am Esstisch. Schreibe was ins Blog.

Hallo Tag, was gibts noch so an Überraschungen?

Dienstag, 2. Mai 2006

Zecke

Na, ist die eklig?

Zecke

Montag, 1. Mai 2006

Feiertage und so ...

Feiertage sind ja echt okay. Aber bitte, bitte - kann es mal zwischendurch einen Feiertag mit gleichzeitig gutem Wetter geben? Morgen sitze ich wieder den ganzen Tag am Schreibtisch, während unten auf der Terrasse die Sonne scheint. Und übermorgen wird es noch schlimmer. Mein armes Seelchen.

Meine neue Eroberung fürs Teeregal: Kanne von Matteo Thun, Stararchitekt und Produktdesigner. Hab ich mir in akutem Kaufrausch bei ebay geschnappt. Dumm nur: Sie passt nicht aufs Stövchen. Eine Investition zieht immer eine weitere nach sich.

Metteo Thun

Eigentlich wollte ich was zur Ausstellung "Die Jugend von heute" in der Frankfurter Kunsthalle schreiben. Zu meiner Freundin, die Galeristin und "vom Fach" ist, habe ich gesagt, dass ich die Ausstellung scheisse fand, aber dass das wohl an meinem künstlerischen Unverstand liegt. Sie meinte, das zählt nicht - was zählt ist, was man empfindet und Punkt. Hab dann nochmal in mich reingehorcht und fand die Ausstellung immernoch scheisse. Bin zu dem Schluss gekommen, dass ich zu alt und zu spießig bin, mir die "Jugend von heute" irgendwie ganz schön am Arsch vorbei geht, ich froh bin, den Wahnsinn hinter mir zu haben und überhaupt moderne Kunst nix für mich ist. Ich geh dann das nächste Mal wieder Rembrandt oder Präraffaeliten angucken, da krieg ich wenigstens kein Augenkrebs von.

War letzte Woche zweimal beim Autohändler, Zubehör kaufen. Ich glaube, da ist eine Frau fürs Personal verantwortlich. Ist ja wie bei den Chippendales da! Ich werde mein letztes Geld zusammenkratzen und in Autozubehör stecken.

Ach so, ein Satz noch zu Eva Herman: Häng dich doch auf, du Beule!

Donnerstag, 27. April 2006

Döner

Muss auch mal gesagt werden:

Döner

Freitag, 21. April 2006

Endlich

wieder so ein Abend, an dem ich mit dünnem Jäckchen auf der Terrasse sitzen kann. Ein Bier, IPod, Midge Ures arschzarte Stimme auf den Ohren, Nachbars Katze Mecki kommt auf Stippvisite.

Kinners, ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr ich mich danach gesehnt habe, dass es wieder warm wird!

Morgen wird offen gefahren. Frankfurt, Kunstausstellung, die Frisur hält. Dann zum 10-jährigen Geburtstag von wer-weiss-was. Und was weiß ich nicht alles - morgen ist mein Tag.

Give me an inch and I'll make the best of it. (Ultravox)

Die guten 80er

One man on a lonely platform (Midge Ure, Scala Ludwigsburg, 20.04.06)

Wusstet Ihr, dass Midge Ure Mitgründer des fabelhaften One-Hit-Wonders Visage war? Ich weiß es auch erst seit drei Tagen. Gestern abend hat er es doch tatsächlich gewagt, auf der Bühne, nur mit seiner Stimme und einer Gitarre bewaffnet "Fade To Grey" zu spielen. Ohne Background, ohne alles. Mir standen die Haare zu berge. Der Meister himself! Großartig!

Anfang der 80er, als Ultravox ihre besten Tage hatten, war ich noch ein Grundschulkind. "Reap The Wild Wind" und "The Voice" gehörten zu den ersten Liedern, die wir mit Papas Stereoanlage aus dem Radio aufnahmen. 1985 kam dann "If I Was" samt Video raus, und ich war verliebt in diesen Typen mit seinem schwarzem Rollkragenpullover - was natürlich outfitmäßig heute indiskutabel ist ;-)

Vieles aus den 80ern mag ich heute nicht mehr, weil zu oft gehört und zu langeweilig. Für Ultravox galt das nie - wegen Midge Ures Stimme. Die ging mir schon immer unter die Haut. Und gesten habe ich ihn nun live gesehen. Solo, er allein auf der Bühne, nur Stimme und Gitarre. In einem bestuhlten Saal, einem Kino aus den 50er Jahren, weiche Sessel, spitzen-Sound, angenehmes Publikum, perfektes Ambiente. Tränen, Gänsehaut, Schweißausburch, alles dabei. Ich war knappe 2 Stunden einfach nur glücklich, diese Stimme hören zu können dürfen.

Yes!

Freitag, 14. April 2006

Der mörder heisst ...

Komm, wir verschwinden aus diesem Irrenhaus der Worte! (Quo Vadis)

Trolle haben die Eigenschaft, sehr zu nerven. In meinem Videorekorder wohnt ein solcher.

Wie der geneigte Leser weiss, schaue ich mir gerne mal einen Tatort an. Da der Videorekorder ein digitaler ist, nimmt er schonmal den ein oder anderen Tatort auf und bei Langeweile wird dann einer geguckt. Fein ist das. Fernsehen ohne Werbung wann man will.

Neulich also war mal wieder so ein gemütlicher Abend. Wir schauten einen Tatort von September letzten Jahres. Er handelt von einem Kloster, das mehrere Dürer-Gemälde besitzt, die natürlich gestohlen werden. Es gibt einen Mord. Und mehrere Verdächtige und unglaubwürdige Gestalten. Dem Zuschauer wird bis zuletzt immer mal wieder ein Happen hingeworfen, wer denn der Mörder sein könnte. Aber es bleibt rätselhaft.

Die Spannung steigt. Showdown. Kurz vor Schluss ist Manfred Krug als Kommissar Stoever dabei, den Fall aufzuklären. Ganz im Stil von Inspector Colombo konfrontiert er einen der Bösewichte mit seinen Erkenntnissen.

Er sagt: "Der Mörder heißt ..."

... und der Videorekorder stoppt und schaltet um auf Fußball im Ersten.

Ich bekomme einen Schreikrampf.

Wieviele Worte werden in so einem Tatort gesprochen? 10.000? 50.000? 100.000? Ich weiß es nicht. Aber es sind viele. Warum stoppt der Videorekorder die Aufzeichnung an dieser Stelle, eine Zehntelsekunde, bevor der Mord aufgeklärt wird? Warum?

Kann mir mal bitte jemand, der diesen Tatort gesehen hat sagen, wie der Möder heisst ? Das ist ja nicht zum Aushalten!

Das kleine "i"

hekki hekki pateng (Die Ritter der Kokosnuss)

Das Leben ist so hart, da brauchen wir das kleine "i", das uns das Leben ein bißchen niedlicher und leichter zu ertragen macht.

So bezeichnet man den "Dosenöffner einer Katze" als Dosi und die Katze selbst als Felli. Meistens heißt die Katze dann auch noch Fipsi, Schlumpfi oder Minki.

Im Internet-Forum grüßt man mit "Hallo Foris", im Edeka um die Ecke heißt es dagegen "Grüßli".

Freizeitsportler gehen gerne ins Gymmi, die Kiddies in den Kindi. Gepflegt besoffen wird sich mit Caipi und gearbeitet wird mit dem Compi. Und zu Krokodilen sagt man neuerdings Schnappi.


Sogar mein Vorname hat zwei "i". Heute morgen gabs Müsli und heute abend gibts Spaghetti.

Supi.

Dienstag, 11. April 2006

Der Mammutbaum

Mammutbaum

Neulich bei den Mammutbäumen.

Die ältesten Mammutbäume sind angeblich über 3000 Jahre alt. Es sind die größten Lebewesen der Erde. Der dickste von ihnen hat einen Stammdurchmesser von knapp 13 Metern und wiegt 2400 Tonnen (sagt Wikipedia).

Der breiteste von denen hier auf dem Bild hat "nur" einen Durchmesser von 1,90 Meter.

Interessant ist: Der Baum öffnet seine Zapfen erst nach dem Waldbrand. Dann ist die Konkurrenz kaputt und seine Nachkommen haben genug Platz. Waldbrände machen ihm nämlich nix aus.

Die Rinde von denen hier auf dem Bild ist bis zu 70 cm dick. Und das beste ist: Die Rinde ist weeeeeeiiiiich!

Gehört irgendwie zu den Dingen, die man am besten mal gemacht haben sollte – einen Mammutbaum berühren.

Dove from Above

The guests have been greeted, the stars are now seated





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