Samstag, 15. Juli 2006

Lies mal wieder was buddhistisches

Ich habe gerade ein schönes Buch gelesen:

Die Kuh, die weinte. Buddhistische Geschichten über den Weg zum Glück

Ein Engländer, Physiker und Lehrer ging vor 32 Jahren nach Thailand, um buddhistischer Mönch zu werden. In "Die kuh, die weinte" erzählt er Geschichten. Ein paar wenige "alte", überlieferte Geschichten, die meisten aber aus seinem eigenen Leben. Sehr kurzweilig, sehr pointiert und sehr lustig. Nach jeder Geschichte - sogar den traurigen - will man laut lachen und rufen: "Recht hat er"! Erbauliches in leichte Kost verpackt, richtig nett! Eignet sich hervorragend zum verschenken, kommt zu den Büchern, die mindestens zweimal gelesen werden.

Ich lese fast nie das gleiche Buch zweimal. Ausnahmen habe ich gemacht bei

- Salomes siebter Schleier von Tom Robbins
- allen Asterix-Bänden
- Pride and Prejudice von Jane Austen
- Adams Tagebuch von Marc Twain -> Projekt Gutenberg
- 1984 von George Orwell

Herr der Ringe und Sofies Welt habe ich immer und immer wieder gelesen, aber nur weil ich über die ersten Seiten nicht hinaus kam und nach drei Wochen immer wieder vorne anfangen musste. Nach einem halben Jahr hab ich jeweils kapituliert.

Niemals wieder lesen werde ich Stein und Flöte von Hans Bemmann. Danach hab ich zwei Tage im Bett gelegen und geheult, das war höllisch.

Jetzt lese ich den Buntspecht zum zweiten Mal. Ich bin gespannt, was mich erwartet. Denn bei Tom Robbins weiß man das nie - auch nicht beim zweiten mal.

Itsche

Manchmal fallen mir plötzlich Worte ein, die ich seit meiner Kindheit nicht mehr gehört habe.

Wenn ich frech oder jähzornig war, sagte meine Mutter immer "du alte Itsche" zu mir.

Das Wort gibts wirklich, und zwar hier, im Kasseler Mundart-Lexikon.

Aber ein Frosch bin ich nicht. Und schon gar keine Kröte!

Freitag, 14. Juli 2006

Cola im Auge

Ich hab mir vorhin aus versehen Cola ins Auge geschüttet. Die lief dann direkt durch die Nase in meinen Rachen runter. Habs runtergeschluckt. Weiß jetzt nicht, ob ich den Colageschmack in der Nase geschmeckt oder gerochen hab.

Sachen gibts ...

Syd Barrett und so

Pink Floyd waren mit Syd Barrett gut und ohne ihn auch. Ohne Roger Waters waren sie schlecht. Ich hab sie ohne Roger Waters live gesehen – das war wiederum gut.

Ich war süße 16, hab an jenem Tag mein erstes Dosenbier getrunken und mit zusammengefalteten Socken jonglieren gelernt. Stadion-Innenraum, ziemlich weit vorne, viel Platz, ruhige Atmosphäre. Das Konzert begann mit "Shine On You Crazy Diamond". Ein tiefes, langgezogenes Brummen. Im Moment, wo die Gitarre einsetzt und das Brummen noch tiefer wird, fängt der Fußboden aus Holzbrettern an zu vibrieren und mir schießen die Tränen in Augen und Nase und hören nicht mehr auf – bis zum Ende.

Ich hatte schon in der Grundschule angefangen, Pink Floyd zu verehren. Ich hatte alle Platten, diese Musik war der Soundtrack meines Lebens. Nach dem Konzert war damit Schluss. Jeder Versuch, Pink Floyd zu hören endete in bitteren Tränen, also ließ ich es bleiben – aus Angst, zuviel davon zu bekommen und irgendwann den Zauber nicht mehr zu spüren. Das hält bis heute an.

Syd Barrett starb vor drei Tagen. Lob und Hochachtung für diesen großen Musiker. Keine Frage. Aber in den Nachrufen wird fast überall auch gleichzeitig erwähnt, dass die Band ohne Syd nichts mehr war ... viel zu kommerziell, ohne Seele, Sounds nach Schema-X zusammengestoppelt. Sorry, aber das stimmt einfach nicht. Mein Tipp: die sollen sich mal ein Lied aus der Roger Waters-Phase schnappen, tief und laut reinhören und anschließend einen beliebigen Nummer-1-Charts-Hit der letzten 15 Jahre hören. Wer den Unterschied nicht merkt, merkt wahrscheinlich auch sonst nix mehr.

Ja klar war das Musik für die Massen, aber Pink Floyd hat es geschafft, die Massen mit Musik und Live-Shows allerhöchster Güte zu versorgen. Ist das denn nix? Es ist so typisch – loben und anerkennen ist nicht wirklich salonfähig. Es wird geätzt und gehetzt wo es nur geht, hauptsache man steht selber toll als der Superindividualist da, der sich nie dazu herablassen würde auch nur ein gutes Haar an einer kommerziellen (erfolgreichen) Sache zu lassen. Macht ja auch interessant und geheimnisvoll sowas ...

... weißt du was, ich glaube, die Leute die so sind, haben heimlich im Plattenschrank Scheiben von Xavier Naidoo und Eros Ramazotti.

Donnerstag, 13. Juli 2006

Die MAXI mal wieder

Über 200 mal Spam heute. Es wird immer schlimmer.

Die neue Maxi ist da - hier mal wieder was grottiges.

Welches Erlebnis hat Sie nachhaltig beeindruckt? Penelope Cruz: "Meine Tibet-Reise, auf der ich auch den Dalai Lama kennenlernte."
Jo klar! Der wohnt da! ... Der Dalai Lama hat seit seiner Flucht ins Exil keinen Fuß mehr auf tibetischen Boden gesetzt ... wie hat sie das gemacht, die Penelope?

Womit signalisiert eine Frau am deutlichsten, wie sie sich gerade fühlt? [...] Unsere Vermutung: Die Handtasche.
Jetzt weiß ich endlich, warum heulen und zetern und laut rumbrüllen nie die gewünschte Aufmerksamkeit bringt. Ich sollte einfach immer meine Handtasche hochhalten, dann weiß jeder, wie's mir geht. So einfach ist das, hätt ich ja nicht gedacht ...

Wer besonders stylish sein will, setzt auf Rosen-Accessoires.
Da hab ich ja nochmal Glück gehabt, dass mir "stylish" irgendwie am Arsch vorbei geht.

Für Singles: Sex mit Einheimischen.
Sag ich jetzt mal nix zu.

Der morgendliche Sand in den Augen ist eigentlich getrocknete Tränenflüssigkeit. Die Wahrheit: Stimmt.
Man lernt doch immer wieder dazu.

Fünf Sätze, an denen du erkennst, dass er wirklich verliebt ist:
[...]
5. "Dito"

Okay, viele Männer können wirklich keinen zusammenhängen Satz sagen, aber so simpel sind sie dann nun auch wieder nicht.

Wann wollen verliebte Männer Sex? Sofort, das belegen viele Studien.
Na sowas ...

Jetzt reichts aber.

Mittwoch, 12. Juli 2006

Ohrenstress

Wieso sind eigentlich immer alle Radiosender irgendwie "kratzig", während die Schlager-Sender glockenklar klingen? Ist das 'ne Verschwörung gegen mich?

Sommernacht

Wie mans macht, isses falsch. Bei der Hitze mit nur gekipptem Fenster zu schlafen, bringt nicht viel kühle Luft. Es bleibt heiss und stickig im Raum, und ich schmore im eigenen Saft.

Offene Balkontür ist da besser. Es fegt kühler Wind durchs Zimmer, und ich kann sogar die Bettdecke bis fast zu den Schultern hochziehen. Zudecken muss sein, sonst kommt das Krokodil und beißt mir in den Fuß. Manchmal auch der Mann mit der Axt und haut ihn mir ab.

Nu schwitz ich aber trotzdem, und das mit der kalten Luft von draussen ist besonders beschissen für eine mit einem Schweissfilm überzogene Schulter, die "freiliegt". Mein rechtes Schulterblatt ist so hart - da kann man ein Hufeisen drauf schmieden. Kann den Kopf nicht drehen und den Arm nicht heben.

Ein Tag im Garten wäre heute perfekt. Im Schatten rumlümmeln und ein Buch lesen. Irgendwer versorgt mich ständig mit leckeren Limonaden und schiebt mir kleine Kuchenstückchen in den Mund. In den Lesepausen lasse ich meinen Rücken durchkneten und gegen Mittag kommt Robby Williams kurz rum und spielt ein kleines Medley. Ich döse dabei weg und träume von Wildpferden in der Camarque. Karin Tietze-Ludwig weckt mich, um mir mitzuteilen, dass ich 32 Millionen Euro im Lotto gewonnen habe (wolln mal nicht kleinlich sein), und weil mich das so freut, bestelle ich das Catering und veranstalte ein Straßenfest.

Und wenn ich dann nach diesem schönen Tag ins Bett gehe, weiß ich wieder nicht, wie ich mich zudecken soll ...

Dienstag, 11. Juli 2006

Demut und Dankbarkeit

Wenn der Kollege mal wieder dermaßen den Vogel abgeschossen hat, dass bei mir nicht mal mehr Wut aufkommt, weil es eh nichts bringt, bedanke ich mich innerlich bei ihm für die Geduld, die er mir lehrt.

*AAAAAAARGS*

Sonntag, 9. Juli 2006

Okay

Ich nehms zurück, ich werde Zinedine nicht ehelichen. Wegen dem muss ich wieder mit Ohropax pennen. Der Arsch.

ICH WILL

dass Zinedine Zidane mich heiratet! Oder mir zumindest ein Kind macht ...

Nachtruhe

Hab heute das erste mal seit China wieder mit Ohropax geschlafen. Die Feier in der Nachbarschaft ... jaaaaaaa doch, Deutschland ist Dritter ... war sicher nett, aber kreischende Damen und gröhlende Prolls sind nunmal nicht so mein Ding.

Lieber Ohropax-Erfinder: Danke, du hast mir heute nacht wieder mal das Leben gerettet! Danke!

Samstag, 8. Juli 2006

Im Flieder

 

Im Flieder

 

 

 

Im Flieder

Donnerstag, 6. Juli 2006

Ich flippe aus

Die Männer nebenan auf der Baustelle hören laut Angelo Branduardi. Nein, das ist nicht Radio, das ist jetzt schon das dritte Lied hintereinander.

Wenn die gleich noch anfangen, Ringelreihen zu tanzen und sich mit Sekt zuzuprosten, lass ich mich einliefern.

Dove from Above

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